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Ein italienisches Menü

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Ein italienisches Menü ist sehr umfangreich.

Wenn man in Italien mit Zeit und Muße isst, dann kann das über mehrere Stunden gehen. Ein solches Menü findet nicht selten in großem Kreis statt und besteht fast immer aus mehreren Gängen. Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern, wird in Italien nicht nur gegessen um satt zu werden. Ein gemütliches Essen an der großen Tafel ist auch ein kommunikatives, eventartiges miteinander, welches ein Zeichen der südländischen Lebensfreude, des sogenannten Dolce Vita (süßes Leben) ist.
Den Anfangeiner solchen Menüfolge bildet meistens der Aperitivo. Der Aperitif muss aber nicht unbedingt alkoholisch sein, dennoch ein Gläschen Prosecco kann ja nicht schaden. Ein sehr beliebter regionaler Aperitif, ist der Aperol gespritzt (der etwas bitter schmeckende Aperol, aufgefüllt mit Prosecco, serviert mit einer Orangenscheibe).

Die unvergleichliche italienische Küche

Typisches Restaurant in Verona

Weiter geht es mit den Antipasti, den Vorspeisen (wörtlich übersetzt: vor dem Essen). Diese bestehen aus vielen kleinen Spezialitäten, die je nach Region variieren. Ähnlich wie die spanischen Tappas oder die griechischen Mezedes, sind die Antipasti Kultur geworden, die manchmal sogar die Hauptspeise ersetzt. Als Antipasti eignen sich verschiedene Brotgerichte, umwickelte Grissinis oder Bruschetta. Ebenso wie fast alle Gemüsesorten. Diese werden entweder in Öl mit Gewürzen eingelegt, oder gebraten und kalt servieren. Kleine Häppchen und leckere Snacks eignen sich ebenso wie die Klassiker Melone mit Schinken, Caprese oder Cappacchio.

Nach dem der Appetit angeregt hat, kommt die Primi Piato, der sogenannte erster Gang. Dieser besteht zumeist aus einem Pastagericht, einer Suppe oder einem Risotto. Das ist auch der Grund, weshalb in Italien Nudelgerichte nicht so üppig, wie in Deutschland serviert werden. Zu allen Pastagerichten und nicht nur zu Pastagerichte, ist es empfehlenswert ein Gläschen Rotwein, zu genießen. In Maßen genossen ist Rotwein sogar Medizin. Es wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus und ist durchblutungsfördernd.

Nach einer kleinen Pause, geht es dann zur Secondi Piato, der zweiter Gang, der eigentliche Hauptgang. Hier wird normalerweise Fleisch oder Fisch gegessen. Dabei sollte man beachten, das der Hauptgang generell (in typischen Lokalen, Ausnahme rein touristisch orientierte Restaurants) ohne Beilagen serviert wird. Wenn sie zu ihrem Fleisch oder Fisch, Beilagen haben möchten, so müssen sie das extra bestellen. Wenn sie sich jedoch an die italienische Speisefolge halten, würden wir nicht unbedingt zu Sättigungsbeilagen raten, denn wenn sie gerade einen Teller Pasta verspeist haben…...

Beim Nachtisch können sie zwischen Dolci (Kuchen, Creme…), Frutta (Obst) oder Formaggio (Käse) wählen, wobei das eine das andere nicht zwangsläufig ausschließt. Gerne isst man in einem italienischen Menü zunächst Süßes, um direkt danach noch Obst und Käse zu sich zu nehmen. Nach dem Essen darf auf keinen Fall ein Cafe, der legendäre Espresso fehlen. Outen sie sich nicht als Tourist und bestellen sie einen Cappuccino, zum Nachtisch. Das ist für Italiener ein absolutes no go, denn den Cappuccino trinkt man zum Frühstück.

Wer nach dem Essen noch einen Digestiv möchte, um das Essen abzuschließen, bestellt sich einen Grappa oder einen fruchtig frischen Limoncello.
Natürlich kann man einzelne Gänge des Menüs auch im Restaurant auslassen. Bedenken sie aber dabei, wenn sie in einem guten Restaurant abends nur Spagetti bestellen, werden sie vielleicht nicht satt da sie eine Vorspeise essen. Mittags ist das anders, da kann man Spagetti auch als Hauptspeise bestellen.
Anders als in ihrem Heimatland wird in Restaurants des Landes, das Gedeck (Coperto) jedes Gastes berechnet. Die meisten Lokale reichen ihnen dafür Brot, Grissinis, häufig auch Butter und Dips. Wussten sie eigentlich, dass Grissini im 14. Jh. aus der Gegend um Turin kamen? Heute sind die knusprigen und dünnen Brotstangen in der der italienischen Küche nicht mehr wegzudenken.
In allen touristisch frequentierten Gebieten gibt es reine Touristenlokale. Als Feinschmecker sollten sie die besser meiden. Diese erkennen sie einfach an den Schildern Touristenmenü (Menu Turistico). Die Touristenmenüs scheinen im ersten Moment sehr preiswert, sind jedoch qualitativ häufig nicht das, was man sich davon verspricht.

Generell wird in Italien später gegessen wie in ihrem Heimatland. Die meisten Restaurants öffnen erst um 19.00 Uhr. Wenn sie dann das Lokal betreten sind sie mit Sicherheit die Ersten, es sei denn einige andere hungrige Touristen, haben sich um die frühe Stunde auch schon dorthin verirrt. Übrigens wenn Restaurants an der Türe schreiben, dass sie um 19 Uhr öffnen, dann öffnen sie auch um sieben und nicht 10 Minuten vorher. Es kann sein, dass die 15 Minuten vor der Öffnung des Lokales nicht hereingelassen werden.

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Buon Appetito!