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Desenzano del Garda

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Die Stadt Desenzano del Garda.

Die lebendige Metropole Desenzano del Garda befindet sich am südlichen Seeufer des Gardasee. Mit ca. 27000 Einwohnern ist Desenzano die größte Ortschaft des Gardasee. Die Stadt befindet sich in der Provinz Brescia, die zur italienischen Region Lombardei gehört. Die Lage der Stadt an der Bahnstrecke Mailand – Venedig macht Desenzano zu einem wichtigen Knotenpunkt: Dennoch ist die Stadt weit weniger vom Tourismus dominiert als die Nachbarorte.

Freigelegte Funde haben bewiesen, dass der Ort schon zur Römerzeit bewohnt war. In nur 4 km Entfernung fand man in der Polada-Torfgrube antike Pfahlbauten mit charakteristischen Henkelgefäßen. Ihre Blütezeit erreichte die Ortschaft während der Zeit der venezianischen Herrschaft. Desenzano war damals eines der wichtigsten Handelszentren Oberitaliens. Es wurden Getreide und andere landwirtschaftliche Produkte aus dem Hinterland auf dem Markt verkauft, auf die Handelsschiffe geladen und nach Riva gebracht. Von dort aus brachte die Produkte in die Alpenregionen.
Auch heute noch bezeugen wunderschön restaurierte Palazzi, Arkadenbauten und herrschaftliche Herrenhäuser am Hafen und in der Innenstadt, die lange Tradition und den ehemaligen Reichtum der Stadt. Einen kleinen Geschmack der einstigen Betriebsamkeit des Ortes kann man Dienstags bekommen, denn dann ist Markttag am

Hafen und den angrenzenden Strassen.
Besonders sehenswert die Piazza Malvezzi am alten Hafen, wo einst die Schiffe anlegten. Er ist von einer gut erhaltenen Häuserfront und einem sehr gut erhalten antiken Bogengang gesäumt, welcher den Platz umgibt. Der Platz stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der alte Hafen Porto Vecchio ist das Wahrzeichen Desenzanos und ein beliebtes Postkartenmotiv. Im Hintergrund des alten Hafens, oberhalb der Piazza Malvezzi befindet sich die Ruine eines mittelalterlichen Kastells, aus dem 15. Jahrhundert. Diese Wehranlage trotzte der bewegten Geschichte der Ortschaft. Heute sind noch der Bergfried, zinnengekrönte Mauern und kleine Türmchen erhalten. Ein Aufstieg lohnt sich aber für den wunderschönen Ausblick auf die Altstadt und bis weit auf den See.
Der alte Hafen ist von einer Brücke im venezianischen Stil, vom neuen Hafen getrennt., An der Strandpromenad liegt der Sarkophag des Attilia Urbica. Das Grabmonument ist reichlich mit Reliefs und Inschriften verziert. Hier laufen die Linienschiffe zu verschiedenen Zielen am Gardasee, aus. Im kleinen Jachthafen verweilen einige größere und kleinere Schiffe und am äußersten Ende der Mole befindet sich ein Leuchtturm. Auch heute noch ist Dezensano ein nautisches Zentrum, wenn auch nicht mehr so bedeutend geblieben.

Herbstliche Impressionen aus Desenzano

An der Uferstraße befindet sich das archäologische Museum Museo Civico Archeologico, welches in einem ehemaligen Kloster untergebracht ist. Hier werden Fundstücke von verschiedenen Ausgrabungen ausgestellt, die zum Teil bis in die Steinzeit zurückreichen.
Nicht weit vom Hafen entfernt, hat man in den 30-iger Jahren des letzten Jahrhunderts die Überreste einer weitläufigen römischen Villa (1.-3. Jahrhundert) freigelegt. Die Villa Romana ist eines der wichtigsten archäologischen Zeugnisse, von großen spätantiken Villen Norditaliens. Überlieferungen zufolge wusste man, dass die Gegend zur römischen Epoche mit prunkvollen Villen besiedelt war. Beweise dafür hatte man davor nicht gefunden. Bei der Freilegung kamen kunstvolle, ca. 240 qm große Mosaikböden, Alltagsrelikte, wie zum Beispiel Hohlraumheizungsanlagen und Reste einer frühchristlichen Basilika zum Vorschein. Nicht archäologisch geschulten Besuchern wird es sicher nicht leicht fallen, sich anhand der Mauerreste eine Villa vorzustellen. Aber die Mosaikböden und das angrenzende Museum werden auch sie begeistern.
Der wichtigste sakrale Bau der Stadt, westlich der Piazza Malvezzi. ist der Dom Santa Maria Magdalena. Er stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde auf den Überresten einer wesentlich älteren Kirche errichtet. Im dreischiffigen Inneren des prachtvollen Renaissancebau sind zahlreiche große Gemälde von namenhaften Malern zu sehen. Unter anderem „Das letzte Abendmahl“ des Malers Giovanni Battista Tiepolo oder Andrea Celests Taufe Christi. Sehr interessant ist auch der Hochaltar in der Sakriste, der aus verschieden farbigen Marmor gearbeitet wurde und reich mit Intarsienarbeiten verziert ist.
Im Stadtzentrum findet man ein Monument das Angela Mericici zeigt, die Gründerin des Ursulinenordens.
Ein Ausflugstipp in der Nähe sind die „Colline Moreniche Mantovane del Garda“ südlich von Desenzano. Nahe dieser in der Eiszeit entstandene Moränenhügel, fanden im italienischen Befreiungskrieg gegen die Österreicher einige Schlachten statt. Bei einem Ausflug in die malerische Natur dieser Gegend, trifft man auch heute noch auf Spuren der erbitterten Kämpfe. Erinnerungen an diese blutigen Schlachten findet man auch in San Martino della Battaglia, südlich von Rivoltella. Im mittelalterlichen Turm und in der Burgruine sind die Kämpfe in Fresken und anderen Erinnerungsstücken ausgestellt.
Desenzano ist aber nicht nur Kultur. Bekannt ist die Stadt auch wegen ihres bewegten Nachtleben. In der näheren Umgebung gibt es einige Diskotheken, eine davon sogar Europaweit bekannt. Nachtschwärmer und Partylöwen pilgern jedes Wochenende her um die Nacht zum Tag zu machen.

Veranstaltungen in Desenzano

  • Regatta delle Bisse: Zwischen Juni und August finden die traditionellen Bootsrennen statt. Das erste dieser Rennen fand 1548 in Salo statt.
  • La Notte d'Incanto: Am Abend des 15. August, werden Tausende von Kerzen angezündet und beleuchten den See. Ein einzigartiger Anblick.
  • Festa dell'Anitra: Das Entenfest findet jährlich am ersten Sonntag im September statt. Das Fest wird zu Ehren des heiligen Giovanni Battista veranstaltet.