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Gardone Riviera

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Gardone ist die Stadt der Belle Epoque.

Nördlich von Salo, am Westufer des Gardasee befindet sich die verträumte Ortschaft Gardone Riviera. In der habsburgerischen Epoche war der Ortsname Hildebrandsburg. Der Ort besteht aus den zwei Ortsteilen Gardone Sotto und Gardone Sopra. Diese sind von Hügeln umschlossen. Gardone hat ein mildes Klima und mediterrane Vegetation. Hier finden Sie Zitruspflanzen, Jasmin, Agaven, Palmen, Banannenstauden und Zypressen.
In der Belle Epoque, welche Ende des 19. Jahrhunderts lag, wurde der ehemalige Fischerort ein Nobelkurort und mondänes Strandbad, der das wohlhabende Bürgertum anzog. Bis heute ist die Gegend eine der exklusivsten Ecken des Sees geblieben. Die prachtvollen Villen, Palazzi, Mauern und wunderschön angelegte Parks und Gärten sind Zeitzeugen der wohlhabenden bewegten Vergangenheit von Gardone.
Die Kanonenkugeln rund um das Hafenbecken sind Reste eines Angriffes von 1866. Der Ort hat einen schönen alten Ortskern, mit verwinkelten Gassen und bunten Häusern, einen idyllischen Hafen und eine pittoreske Uferpromenade.

Ende des 19. Jahrhunderts ernannte man Gardone Riviera als Kurort. Ärzte des Landes und der Nachbarstaaten empfohlen einen Aufenthalt in dem Ort, nicht nur wegen der therapeutischen Eigenschaften des Klimas. Zu dieser Zeit (1884 - 1886) entschied sich der Österreicher Ludwig Wimmer, hier das seinzeit größte und exklusivste Hotel am Gardasee zu bauen. Der Erfolg des Kurortes liess daraufhin nicht lange auf sich warten. Zu den prominentesten Gästen des Grand Hotel Gardone Riviera gehörten damals Winston Churchill, der Nobelpreisträger Sabin, sowie der gesamte Hochadel der damaligen Epoche. Ein weiteres Hotel der Spitzenklasse ist das Grand Hotel Fasano. Dieses liegt in einem 12.000 qm grossen Garten direkt am See. Gebaut wurde es als Jagdsitz für die österreichische Kaiserfamilie, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Hotel zählt zu den schönsten entlang des Gardasee. In der Zeit der Republik von Salo, wurden die modernen Hotels und prunkvollen Villen Sitz von Kommandostellen und Lazaretten.

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Gardone ist das das Anwesen des italienischen Dichters Gabriele d’Annunzio, das auch Siegerdenkmal der Italiener Vittoriale degli Italiani genannt wird. Dennoch ist es mehr ein Andenken an den exzentrischen Dichter. Heute ist in dem 9 Hektar großen Komplex ein Museum, ein Mausoleum und ein Freilichttheater mit Platz für 1500 Besucher untergebracht. 1938, nach dem Tod des Dichters hinterließ dieser den pompösen Komplex dem italienischen Volk. Heute ist das Anwesen eines der bestbesuchtesten Museen Italiens (ca. 200 000 Besucher im Jahr). Von dem extravaganten Gebäudekomplex und dem riesigen Park, hat man eine Panoramasicht weit über den See. Zu den Highlights gehört der Bug des Kreuzers Puglia und die Bibliothek, unter anderem mit Partituren und mit Widmungen von Wagner und Debussy.
Il Vittoriale degli Italiani ist von April bis September von 8.30 bis 20.00 Uhr und Oktober bis März von 09.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Die Prioria ist montags, das Kriegsmuseum mittwochs geschlossen. Führungen in der Prioria und dem Kriegsmuseum April bis September von 09.30 bis 19.00 Uhr.

Sehr interessant ist der neugotische Palazzo Feltrinelli, einst Wohnhaus Mussolinis, sowie das gotisches Franziskanerkloster aus dem 17. Jahrhundert. Der Kreuzgang wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Weitere Sehenswürdigkeiten in Gardone sind die Kirche San Martino, die Kapelle San Valentino, die Barockkirche San Nicola und der Palazzo Bettoni. Er liegt etwas außerhalb im Stadtteil Bogliaco und wird auch noch heute noch von der Familie Bettoni bewohn.
Ins Auge springt einem das, im neoklassizistischen Stil erbaute Monumentalgebäude Villa Alba. Einst als Herberge für den österreichischen Kaiser Franz Josef gebaut, ist das Anwesen heute ein beliebtes Kongresszentrum.

Aussergewöhnlich ist auch der der botanische Garten (10.000 qm) am Fusse des Berges Lavinio. Der Giardino Botanico Athur Hruska entstand von 1910 bis 1971, oberhalb des Sees. Damals legte der gleichnamige Naturforscher, Arzt und Professor diesen an, indem er im Laufe der Jahre mehr als 2000 Pflanzenarten hier ansiedelte. In den achtziger Jahren kaufte der Wiener Künstler Andre Heller das Grundstück und die Villa. Im Inneren des Parks, mit Bächen und künstlich angelegten Seen, finden Sie auch Kunstwerke und Skulpturen von Künstlern wie Keith Haring, Roy Lichtenstein und Mimmo Paladino. Der botanische Garten hat von März bis Oktober täglich, von 09.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.