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Die Geschichte des Gardasee.

Erdgeschichtlich geht der Ursprung des Gardasee auf die Eiszeiten zurück. Riesige Gletscher gruben Einschnitte in die Berge und bildeten überdimensionale Felsformationen, die heute noch das Etschtal und das Sarcatal auszeichnen.
Nachdem das Eis geschmolzen war bildete sich eine riesige Talmulde, welche sich mit Schmelzwasser füllte.
Die Legende besagt das der junge Wassergott Benacus einst die Meere verließ und in die Welt marschierte. Bald kam er in die Berge, wo er die strahlend schöne und blauhaarige Nymphe Engardina, die Herrin der Amen lebte. Als er sie in einem kleinen Bergsee auf dem Monte Baldo sah verliebte er sich sofort. Er überredete sie mit ihm zu kommen. Doch die Nymphe trauerte um ihren kleinen See. Da versprach Benacus ihr einen viel schöneren und grösseren See zu schenken. Er nahm seinen Dreizack und schlug in den Felsen. Das Wasser kam von den Bergen und füllte den See. Danach vermählten sich die beiden und Engadines Haare färbten den See blau.

Der Gardasee: Geschichte auf Schritt und Tritt.

Soviel zur Mythologie. Nach den Eiszeiten begannen die Menschen die Gegend rund um den Gardasee zu besiedeln. Die ältesten Funde belegen, dass es hier schon ca. 2000 v. Chr. Siedlungen gab.
Die Kelten gaben dem See den Namen Lacus Benacus. Gemäss den Historikern war die sprachliche Bedeutung"See der Halbinsel". Im 2 Jahrhundert besiedelten die Römer die Region und gründeten die römische Provinz Gallia Cisalpina. Diese wurde dann in den folgenden Jahrhunderten kultiviert.
Mit der Christianisierung im 4. Jahrhundert begann man Strassen und Kirchen zu bauen. Verschiedene Bischöfe prägten in den folgenden Jahrhunderten das architektonische Bild des Sees.
Im 9. Jahrhundert wurde die Region von den Langobarden besiedelt. Der folgende Herrscher war Otto I, welcher 962 vom Papst gekrönt wurde. Die Provinz gehörte für einige Zeit zum Herzogtum Bayern. Im 12. Jahrhundert übernimmt Kaiser Friedrich Barbarossa weite Teile des Gardasees. Um sich gegen den mächtigen Kaiser aufzulehnen, gründen die Stadtstaaten die Veroneser und die Lombardische Liga. 1183 beim Friedensabschluss von Konstanz bekommen die Städtebunde das Recht zur Selbstverwaltung.

Im 13. und 14. Jahrhundert übernehmen die Scalier die Macht. Anfang des 15. Jahrhundert erobern die Venetier das Gebiet. Mit der Eroberung der Lombardei und Venetien, von den Truppen Napoleons, fällt 1797 das westliche Ufer des Sees an Napoleon, wobei das Ostufer und Verona Österreich zugesprochen wurden. In den blutigen Schlachten zwischen Österreichern und Italienern, 1859 (Schlacht von Solferino) und 1866 (Schlacht von Cusoza) siegten die Italiener. Vittorio Emmanuelle II wird König von Italien und gründet das italienische Parlament. Die Region des Gardasees wird abermals geteilt. Die Lombardei und Veneto werden in das neue italienische Königreich integriert, wobei Trentino und Riva unter österreichischer Regierung bleiben.
1870 wird Rom die Hauptstadt Italiens. Im ersten Weltkrieg gibt es erneute Kämpfe zwischen Italienern und Österreichern. 1918 muss Österreich kapitulieren und derTrentino, sowie die restlichen Orte des Gardasee an Italien abtreten. 1943 gründet der in Rom gestürzte Benito Mussolini in Salo eine faschistische Republik. Der verbündete Hitlers liess diese von der deutschen SS kontrollieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Italien Republik. Die Regionen Trentino und Südtirol werden eigenständige Provinzen. 1955 wird die Comunita del Garda gegründet, welche zum Ziel hat das Gebiet wirtschaftlich zu fördern. Heute ist die Region ein gut organisiertes Urlaubsgebiet, welches auch verwöhntesten Urlaubern alles bietet.