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Riva del Garda

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Riva del Garda am nördlichen Gardasee.

Ganz im Norden des Gardasee, geprägt von den Veneziern und den Habsburgern, liegt die Hauptstadt des nördlichen Gardasee Riva del Garda. Nach Dezensano im Süden ist Riva die zweitgrößte Stadt des Gardasee mit rund 13.000 Einwohnern. Im Osten wird der Ort von dem kleinen Berg Monte Brione und im Westen von dem wesentlich höheren Berg Monte Rochetta begrenzt.

Zur Zeit der Römer hieß die Stadt Ripa und war eine bedeutende Hafen- und Handelsstadt. In der Folgezeit stritten Veroneser, Mailänder, Venizianer, Grafen aus Tirol und Triester Bischöfe um die Stadtrechte. 1802 wurde Riva Teil des Habsburgischen Kaiserreiches, dem es bis 1918 angehörte.

Diese unterschiedlichen Herrscher gaben dem Ort sein architektonisches Bild. Es ist eine gelungene Mischung aus italienischer Leichtigkeit und österreichischer Bodenständigkeit. Mitte des 19. Jahrhunderts weckt der Ort das touristisches Interesse der mitteleuropäischen High Society und das Städtchen wurde einbeliebter Kurort, mit einem berühmten Sanatorium. Im Laufe der Jahre wurde Riva auch ein beliebtes Ferienziel von Schriftstellern und des Adels. Bekannte Schriftsteller wie Franz Kafka, Thomas Mann oder Friedrich Nietzsche waren hier anzutreffen. Heute ist Riva immer noch genauso beliebt wie damals. Das milde Gardaseewetter, die nahen Berge, viele Sehenswürdigkeiten und natürlich der lange Badestrand am See machen Riva zu einem interessanten Urlaubsziel.

Spätherbstliche Impressionen aus Riva del Garda.

Die Mischung verschiedener Baustile, herrschaftliche Villen und Türme, machen die Altstadt mit ihren kleinen schmalen Gassen und bunten Fassaden aus. Der architektonische Einfluss der Österreicher ist auch noch heute deutlich zu sehen. Der alte Stadtkern gruppiert sich um den Hafen, so dass See, Hafen und Stadt eine untrennbare Einheit bilden. Um die Altstadt befinden sich die Reste einer einst mächtigen Stadtmauer mit einigen intakten Stadttoren.

Der Vorzeigeplatz und das Zentrum der Altstadt ist die Piazza 3 November. Sie liegt direkt am See und ist von Arkaden umgeben. Diese Arkadenhäuser aus dem 14. Jahrhundert sind wahre architektonische Meisterwerke. Der wichtigste Bau hier ist der Stadtturm Torre Apponale. Er stammt von 1120 und ist ein Teil der mittelalterlichen Stadtmauer. Dieser schiefe Uhrturm ist das Wahrzeichen von Riva del Garda. Er ist 34 m hoch. Man geht davon aus, dass er als Bergfried der ersten Festung Rivas gedient hat. Der Wehrturm wurde erbaut um den Hafen, zu schützen. Nicht weit von dem Turm entfernt, befindet sich der Palazzo Pretorio. Sie wurde im 14. Jahrhundert erichtet und ist ein weiteres Zeichen für den Reichtum der Stadt.
Sehenswert ist außerdem die Ruine der ehemaligen Scalier-Stadtburg Rocca di Riva. Sie stammt aus dem 12 Jahrhundert und ist ganz von Wasser umgeben. Diese erreicht man über die von Hotels und Lokalen gesäumte Uferpromenade, mit ihren bunten Fassaden. Die mächtige Burg wurde einst von den Scaliern, auf den Überresten einer römischen Festung gebaut. Zur Zeit der Trienter Bischöfe kamen die prächtigen Parkanlagen mit weiten Fischteichen dazu. Während der Zeit der Österreichischen Besatzung wurde Rocca als Kaserne genutzt. Erst Ende des 20. Jahrhunderts hat man begonnen, das Bauwerk grundlegend zu restaurieren. Im Inneren der Burg befindet sich das städtische Museum (Museo Civico). Dort werden Ausgrabungsfunde der Umgebung ausgestellt, die bis in die frühgeschichtliche Zeit zurück zu datieren sind. Außerdem befindet sich dort die Pinacoteca. Es ist eine Ausstellung von Fresken, Gemälden und Skulpturen von Künstlern aus dem 14. Jahrhundert bis in die heutige Zeit.

Nicht verpassen sollte man in Riva del Garda die Kirche Chiesa del‘Assunzione Beata Vergine Maria. Die Pfarrkirche Santa Maria Assunta wurde im Barockstil im 18. Jahrhundert erbaut und besteht aus 8 Seitenkapellen. In ihrem Inneren ist sie kunstvoll geschmückt mit zahlreichen Ölgemälden und Stuckarbeiten. Hinter der Kirche ist die Porta St Michele, eines der ehemaligen Stadttore, dessen Turm der Kirche als Kirchturm dient.
Ein anderes Gotteshaus ist die Kirche Inviolata aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist Rivas größter Kunstschatz. Sie wurde von einem portugiesischen Architekten, im Stil seiner Heimat gebaut. Sehenswert ist auch die romanische Kirche San Tommaso di Canterbury. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und liegt an der Straße von Riva nach Arco. Archäologisch interessierte Besucher können sich die letzten Überreste der Bastion einer venezianischen Festung anschauen. Die Ruine thront ca. 200 m über der Stadt am Berg. Sie ist über einen gepflasterten Weg zu erreichen.
Für Segler die den Flair eines Sporthafens lieben, ist der Porto San Nicolo die erste Adresse des Ortes. Entlang des Hafens gibt es einen Kiesstrand, Rasenflächen und gemütliche Lokale. Riva ist ein idealer Ausgangspunkt für Segeltörns, Radtouren in die nahegelegenen Berge und für ausgiebige Wandertouren. Das kulturelle Leben in der Stadt hat viel zu bieten.