Startseite | Cookies | Impressum | Haftungsausschluss | Hintergrundbilder | Von A-Z | Sitemap   

Salo

Emilia Romagna Julisch Venetien Gardasee Ligurien Lombardei Piemont Trentino-Südtirol Venetien Kulinarik Literatur Veranstaltungen Land & Leute Unterkunft
Bardolino Brenzone Castelnuovo del Garda Desenzano del Garda Garda Gardone Gargnano Lazise Limone Malcesine Manerba del Garda Moniga del Garda Padenghe Peschiera del Garda Riva del Garda Salo San Felice del Benaco San Vigilio Sirmione Tignale Torbole Torri del Belnaco Toscolano-Maderno Tremosine Informationen

Die Stadt Salo liegt an der Rivera dei Limoni.

Im Südwesten des Gardasee in einer traumhaften Bucht, am Fuße des Berges Monte San Bartolomeo liegt der beliebte lombardische Ferienort Salo. Salo ist jedoch nicht nur ein Badeort sondern auch eine beliebte Shopping-Stadt. Die Schönheit des traditionsreichen Bade- und Luftkurorts hat schon Sigmund Freud Anfang des letzten Jahrhunderts beschrieben. Salo ist mit über 10.000 Einwohnern die größte Stadt am Westufer. Trotz der vielen Reize die der Ort zweifellos hat, wird das Straßenbild nicht vom Tourismus dominiert. Salo konnte trotz zunehmender Urlauber seine authentische Atmosphäre bewahren.
Der Name Salor stammt von der römischen Siedlungsbezeichnung Pagus Salodium. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde Salò zum Sitz der mächtigen Herrscherfamilie Visconti. In den folgenden Jahren wurde Salo zunächst von Venetien und später von den Habsburgern beherrscht.

Spätherbstliche Impressionen aus Salo

Nach dem schweren Erdbeben (1901) wurde die historische Altstadt von Salo saniert und die lange, prachtvolle Uferpromenade Lungolargo Zenardelli wurde gebaut. Diese ist von mittelalterlichen Palästen und Arkaden gesäumt. Sie bietet sich dem Besucher förmlich an, einen ausgedehnten Spaziergang zu machen.
Entlang des Uferbereichs der weit ausgedehnten Bucht, werden verschiedene Wassersportarten angeboten. Von 1943 bis 1945 war hier Mussolinis Regierungssitz. Er machte Salo zur Hauptstadt seiner Faschistischen Sozialrepublik. Diese Zeit wurde in dem Kinofilm Salò o le 120 giornate di Sodoma (Salo oder die 120 Tage von Sodom) des Kinoregisseur Pier Paolo Pasolini dokumentiert.
Hinter der Uferpromenade erstreckt sich die sehenswerte, dicht besiedelte Altstadt. Der historische Ortskern bezaubert seine Besucher mit engen Gassen, kleinen Plätzen, einer schmalen Fußgängerzone, herrschaftlichen Wohnhäuser, elegante Geschäften, vielen kleinen Boutiquen bekannter italienischer Designern, Restaurants, Bars und Eiscafes.

Am Anfang der Fußgängerzone befindet sich der Torre dell’Orologio, der Uhrenturm mit dem ehemaligen Stadttor, häufig auch Garibalditurm genannt. Der Turm erinnert an die Tradition, das hier einst Turmuhren gebaut wurden.
Sehr eindrucksvoll ist der Lungoalo Zarnadelli Platz. Er beherbergt Bauten verschiedener Epochen, die Kolonnaden des ehemaligen Stadthalterpalastes und das mächtige Gebäude des Palazzo della Magnifica Patria (14. Jhr.). In diesem Palast ist heute das Rathhaus der Stadt untergebracht. Das Rathhaus wie man es heute sieht ist eine Nachbildung, da es bei dem Erdbeben 1901 zerstört wurde. Nur die Arkaden sind noch original.
Nahe des südlichen Stadttors befindet sich die Kirche San Giovanni die Decollato (15. Jhr.). Besonders sehenswert ist hier das Tafelbild über dem Hochaltar.
Die Hauptsehenswürdigkeiten des authentisches Städtchen sind der sehr große, spätgotische, dreischiffige Dom Santa Maria Annunziata (1476), am nördlichen Ende des Lungoalo Zarnadelli Platzes. Sie ist die bedeutendste Kirche am Gardasee, auch wenn man das anhand ihrer schmucklosen Backsteinfassadenicht auf den ersten Blick erkennt. Wobei das Renessance-Marmorportal mit mächtigen Doppelsäulen Beachtung verdient. In ihrem Inneren kann man ein wunderschönes Fußbodenmosaik mit dreidimensionale Wirkung bewundern. Imposant ist auch der mit viel Gold und Stuck besetzter Altar, das spaetgotische Kruzifix (linkes Seitenschiff), die Sakramentskapelle, sowie wertvolle Ölgemälde und Fresken.
Weitere Sehenswürdigkeiten des Ortes sind die Klosterkirche des Kapuzinerklosters, das Triptychon Nativita con i Santi Francesco d'Assissi e Giuseppe, die Biblioteca dell'Ateneo di Salo. Sehenswert ist auch das Museo Storico del Nastro Azzurro. In dem Militärmuseum, nahe des Doms sind Ausstellungsstücke aus der Zeit Napoleons und den beiden Weltkriegen zu sehen.
Jedes Jahr im Mai findet in der Stadt die Salo Golosa statt. Auf den Strassen wird die lokale Küche und Weine präsentiert, Musik und verschiedene Veranstaltungen runden das Programm ab.
Einer der bekanntesten Geigenbauer der Vergangenheit, Gasparo Bertoletti, oder auch Gasparo da Salo genannt, wurde am 20.05.1540 in Salo geboren. Er war in ganz Europa für seine Instrumente berühmt.