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Die mittelalterliche Epoche in der Stadt Brescia.

Die astronomische Sonnenuhr

Den Römer folgte Attila, die Lombarden, die Scalier, die Mailänder, die Venezier und danach kam Brescia unter österreichische Herrschaft. Im Juni 1859 besetzte Giuseppe Garibaldi die Stadt und vertrieb die Österreicher. Das brachte der Ortschaft den Beinamen Löwin Italiens (Leonessa d'Italia). Einige hundert Meter westlich des römischen Ausgrabungsortes, befindet sich der Platz Piazza della Loggia, an der Porta Bruciata. Er ist einer der schönsten Plätze der Stadt. Der noble Platz wird von dem prächtigen Bau der Loggia aus dem 16. Jahrhundert beherrscht. Der reich verzierte Palast ist heute der Sitz der Gemeindeverwaltung von Brescia. Das neue urbane Zentrum im Renaissancestil wurde von den Venezianern geplant. Es bildet den Gegenpol zum mittelalterlichen Domplatz.
Die Loggia mit ihren hohen Säulengängen war in 2 Etappen entstanden. Zunächst baute man nur das Erdgeschoss - die prächtige Säulenhalle mit dem eindrucksvollen Portal. Fast fünfzig Jahre später machte man sich an den oberen Teil des prächtigen Gebäudes. Die Südseite des Platzes bilden die zwei Häuser der Monti di Pieta mit römischen Inschriftensteinen in der Fassade. Diese stammen aus Ausgrabungen römischer Gebäude. Das antike Gefängnisgebäude ist auf der östlichen Seite über einen Bogen mit dem jüngeren Bau verbunden. Oberhalb des Säulenganges, über dem östlichen Durchgang befindet sich eine astronomische Sonnenuhr im Uhrenturm.

Die historische Altstadt in Brescia

Der Dom in Brescia

Die komplizierte Zusammensetzung aus Sonnenuhr, Mechanismus, Ziffernblatt und Glockenschlag, machen diese Uhr zu etwas ganz besonderen. Die zwei Statuen an der Spitze des Turms, schlagen die Stunden. Der Uhrmechanismus ist seit der Herstellung noch immer voll in Betrieb. Der Uhrenturm ist eine Kopie, des Glockenturms auf dem Markusplatz in Venedig und stammt aus dem 16. Jahrhundert.
Einer der prächtigsten Plätze der Stadt ist der Domplatz von Brescia (Piazza Paolo VI.). Bis Mitte des 15. Jahrhunderts war dies der Platz des kirchlichen und politischen Geschehens. Bis zum 17. Jhr. standen hier noch 3 romanische Monumentalbauten. Im Zuge der Barockmanie wurde die Sommerkathedrale abgerissen.
Stattdessen baute man den neuen Dom (1604 - 1825). Der prächtige Renaissance-Kreuzkuppelbau besticht seine Betrachter schon von weitem, mit der imposanten Fassade aus weißem Marmor und prägt heute das Bild des Domplatzes. Die Kuppel ist nach dem Petersdoms in Romund der Basilika Santa Maria del Fiore in Florenz, die drittgrößte Kuppel Italiens. Der Innenraum mit kreuzförmigem Grundriss verbirgt einige wertvolle Meisterwerke, wie den Bogen der Santi Apollonio (1510), wertvolle Altäre, kunstvolle Fresken, Skulpturen und Büsten. Die wertvolle Bücherei des Doms befindet sich direkt gegenüber inder Via Mazzani 1. Die Biblioteca Queriniana besitzt eine große Anzahl an Handschriften. Diese sind der Öffentlichkeit jedoch leider verborgen, dennoch lohnt ein Besuch der Bibliothek.
Unmittelbar neben dem Dom befindet sich ein von außen schlicht anmutendes Gotteshaus. Die fast schmucklose und strenge Architektur ist für einen Dom dieser Zeit aussergewöhnlich und erinnert etwas an den Aachener Dom. Dennoch ist der alte Dom auch Rotonda (11.-12.Jhr.) genannt, eine sehr eindrucksvoller romanischer Dom. Er wurde seinerzeit auf den Überresten einer Basilika aus dem 6. Jahrhundert errichtet. Der Innenraum des Domes Santa Maria Maggiore, mit rundem Grundriss ist mit kunstvollen Fresken geschmückt. Der alte Dom ist eines des bedeutendste romanischen Bauwerks der Lombardei. In der linken Kappelle der Heiligen Kreuze sind einige wertvolle Kunstwerke aufbewahrt. Seitlich der Treppe, sind zwei kleinere Treppen. Diese führen zur fünfschiffigen Krypta. Kunstvoll sind die Grabmäler dreier Bischöfe der Stadt.
Sehr sehenswert ist der ehemalige Regierungspalast (Broletto) auf der Westseite des Domplatzes, links des neuen Doms. Vom 15. bis zum 18. Jahrhundert war hier die Residenz der venezianischen Behörden untergebracht. Das Gebäude ist das älteste öffentliche Gebäude (12.-13. Jhr.) der Stadt. Es ist ein typischer Bau für ein Rathaus des 12. und 13. Jahrhunderts. Der viereckige Grundriss des Palastes verfügt über einen geräumigen Innenhof. Einige der Fassaden sind aus dem Mittelalter, der Laubengang dagegen kam erst im 17. Jhr. dazu. Bemerkenswert ist auch der Balkon der Bekanntmachungen. Der Broletto ist außerdem der Platz auf dem Gericht gehalten, Obst und Gemüse verkauft wurde. Später bezeichnete man das Rathaus als Broletto. Heute ist der restaurierte Bau, der 1944 schwer beschädigt wurde, einer der aussergewöhnlichsten Stadtpaläste Norditaliens.
Unter malerischen Laubengängen, die den Domplatz und den Corso Zanardelli verbindet, befindet sich eine beliebte Einkaufsstrasse.
An der Piazza Moretto findet man eine der wertvollsten Gemäldesammlungen Norditaliens. In der außergewöhnlichen Ausstellung befinden sich Gemälden von der späten Antike bis ins 19. Jahrhundert. Besonders bemerkenswert sind die Kunstwerke der Renessance. Die Kunstsammlung ist in dem Palazzo Martinengoda Barco, der einflussreichen Familie Martinengo, in der sogenannten Pinakothek Tosio Martinengo untergebracht. Die Martinengo waren eine der einflussreichsten Familien Brescias. Bis in die heutige Zeit sind noch 18 Paläste der Familie in Brescia erhalten geblieben. Der letzte Nachfahre des Clans, Leopardo Martinengo da Barca schenkte diese Paläste der Stadt Brescia. Die Kommune restaurierte de historisch wertvolle Bauten und machte einige von ihnen für die Öffentlichkeit zugänglich.