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Die römische Zeit von Brescia.

Laut Historikern soll die erste Besiedlung von Brescia in der Bronzezeit stattgefunden haben. Dies war im 6. Jahrhundert vor Christus. Ausgrabungen haben bewiesen, daß danach die Kelten hier siedelten. In dieser Epoche entstand der Name der Stadt. 225 v. Chr. besiedelten die Römer die Region und nannten die Stadt Colonia civica Augusta Brixia. Der heutige Name Brescia wurde aller Wahrscheinlichkeit nach vom venezianischen Einfluss geprägt.

Aus der keltischen und römischen Epoche hat man einige gut erhaltene Monumente bei Ausgrabungen freilegen können. Darunter befinden sich mehrere komplette römische Wohnungen mit Wasserversorgungssystemen, fließend Wasser im Bad und Springbrunnen, sowie kunstvolle und präzise gefertigte Mosaikfußböden aus dem 3. Jahrhundert. Die Größe und Pracht der Räume zeugen von der hohen Wohnkultur der Römer. Man geht davon aus, daß die Römer schon ein Kanalsystem durch Brescia gebaut haben, welches im Mittelalter weiter ausgebaut wurde. Bei genauer Betrachtung des Stadtplans stellt man fest, daß die Straßenzüge immer noch rechtwinklig zueinander verlaufen. Sie wurden einst so von den Römern angelegt. Im Ostteil der Stadt befand sich damals die ursprüngliche römische Siedlung. Die Via dei Museo führt direkt zum römischen Zentrum.

Diese Straße muss einst der Abschluss des Decumanus gewesen sein. Hier befindet sich ein Ruinenfeld. Bei Ausgrabungen hat man die weitläufige Anlage eines kapitolischen Tempels aus dem 1. Jahrhundert vor Christus freigelegt. Dahinter befand sich ein Forum. Markt- und Handelsplatz waren umgeben von Laubengängen, in denen sich zahlreiche Läden befanden.

Die Fläche des Forum Romanum betrug ca. 40 x 120 m. Im Süden wurde das Forum durch die Basilika, das antike Tribunal abgeschlossen. Anhand der Grösse kann man erahnen wie bedeutend diese Siedlung damals war. Große Teile des Tempels waren aus Marmor. Man geht davon aus, daß er eine von fünf korinthischen Säulen getragene Vorhalle hatte. Im Inneren des Tempels befanden sich Altare. Im hinteren Teil der Zellen befindet sich ein Fundament, auf dem die Götterstatue gethront haben muss. Im mittleren Teil des Tempels fand man den Torso eine Marmorstatue. Man schätzt, daß sie eine Höhe von über 4m hatte. Bei dieser Statue soll es sich um den auf dem Thron sitzenden Jupiter Ottimo Massimo Capitolino gehandelt haben. Im Mittelalter, so hat man konstruiert wurde der Tempel abgerissen. Ausgrabungen seit dem 19. Jahrhundert brachten den Tempel wieder an das Licht. In der Nähe des Tempels fand man die Bronzestatue Vittoria Alata, deren genauer Ursprung nicht bekannt ist. Wissenschaftler vermuten, dass es dich bei der weiblichen Statue mit Tunika um eine Darstellung der Aphrodite aus dem 3. Jahrhundert vor Christus handelt. Diese ist heute das Wahrzeichen der Stadt. Die Statue ist im Museum Santa Giulia ausgestellt. Östlich des Tempels befindet sich die Ausgrabungsstelle des antiken Theaters Theatro Romana. Es wurde wahrscheinlich im 1. Jahrhundert nach Christus erbaut. Es konnte bislang leider nicht komplett ausgegraben werden. Bis ins 12. Jahrhundert hatte man auf der antiken Bühne Vorstellungen gegeben. Die römische Stadt wurde durch Stadtmauern begrenzt, deren Lage bis heute noch nachvollziehbar ist.

Relikte aus der Römischen Epoche

Einige Ausgrabungsstücke, wie prächtige die Statue aus dem Tempel, Mosaikfussböden und Säulen, sind im Museum Santa Giulia (Via Museo) ausgestellt. Die Ausstellung ist in dem liebevoll restaurierten, mittelalterlichen ehemaligen Benediktinerkloster San Salvatore und Santa Giulia untergebracht. Gegründet wurde es im 8. Jahrhundert vom König der Langobarden Desiderius.

Das Kloster wurde einst auf den Überresten eines römischen Stadtviertels errichtet. Ausgefallene Exponate machen einen Besuch zu einem eindrucksvollen Gang durch die Geschichte. Die hier gezeigten Exponate sind bei Ausgrabungen freigelegte Zeitzeugen frühester Besiedlung. Säulen, prähistorische Funde, Skulpturen, Büsten, Schmuck, Münzen, kunstvolle Bodenmosaike und Gebrauchsgegenstände der ersten 10 Jahrhunderte nach Christus bis hin zum Mittelalter.
Der wertvollste Schatz des Museums befindet sich in der Santa Maria in Solario. Das Desideriuskreuz (7. Jhr.) und die Lypsanothek (4. Jhr.). Die Lypsanothek ist ein Reliquienschrein aus Elfenbein. Das Desideriuskreuz ist mit mehr als 200 wertvollen Edelsteinen verziert. Die ältesten Stücke sind aus der Zeit der ersten Besiedlung des heutigen Stadtgebietes. Die Ausstellung ist das größte Museums Brescias. Das weitläufige Kloster bietet ein archetektonisch sehr ansprechendes Ambiente für diese Ausstellung. Das Zentrum der Klosteranlage, bilden 3 Kirchen, sowie drei Kreuzgänge. Die älteste der drei ist die Basilika San Salvatore (ca. 9. Jhr.). Diese wurde auf Ruinen der Römerzeit errichtet. Im 15. Jahrhundert erweiterte man den Bau um die Doppelkirche S.Maria Solario und Santa Giulia. In der Kirche Santa Maria Solario befindet sich der wertvolle Klosterschatz. Insgesamt beherbergt das Museum über 12.000 Exponate, welche auf über 14.000 qm verteilt sind.