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Mantova

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Die lomabrische Mantua am Fluss Mincio.

Am Fluss Mincio befindet sich die wunderschöne lombardische Stadt Mantua (Mantova).
Mantua hat ca. 50000 Einwohner und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die Provinz gilt als eine der größten Umschlagsplätze für landwirtschaftliche Produkte in der Poebene.
Die Stadt befindet sich auf einer Halbinsel und wird von 3 Seen umgeben, welche durch den Fluss Mincio gebildet werden. Entlang der See- und Flussufer befinden sich Grünflaechen und Parks. Das macht Mantua zu einer Stadt inmitten einer Naturoase. Schwäne, Störche und eine üppige Vegetation prägen das Stadtbild. Entlang des Flusses gibt es einen Fahrradweg, der bis in die Stadt hinein führt.
Innerhalb, als auch außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern faziniert Mantua mit seinem aussergewöhnlichen Ambiente. Es ist eine Stadt Stadt der schönen Künste und bislang ist Mantua vom Massentourismus verschont geblieben.

Die Geschichte des Ortes geht bis in die etruskische Zeit zurück. Die Etrusker gründeten hier eine Siedlung, welche sie nach Mantus benannten - ihrem Gott der Unterwelt. Von da an war das Gebiet permanent besiedelt. Seine Blütezeit erlebte Mantua im Mittelalter unter der Regierung der Herzogsfamilie Gonzaga (14. bis 17. Jh.). Diese Zeit prägte das architektonische Stadtbild. Zahlreiche eindrucksvolle Bauwerke aus dieser Epoche beeindrucken die Besucher der Stadt bis heute. Die ökonomische und kulturelle Blütezeit der Stadt endete, als 1627 die Hauptlinie der Herzogsfamilie ausstarb. So kam es zum mantuanischen Erbfolgekrieg zwischen Frankreich und den Habsburgern. 1708 wurde Mantua Teil des Habsburgerreiches. Anfang des 19. Jahrhunderts kam die Stadt unter die französische Herrschaft Napoleons. 1814 regierten abermals die Österreicher in Mantua. Erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Mantua wieder von Italien regiert.

Impressionen aus Mantua.

Sehenswertes in Mantua.

Den Mittelpunkt der Altstadt bildetdie Piazza Sordello. Sie gehört zum UNESCO- Weltkulturerbe. Besonders sehenswert ist der Dom an der Nordseite des Platzes. Das Innere der 5-schiffigen Basilika wurde im 16. Jahrhundert nach frühchristlichen Vorbildern umgebaut. Neben der Kirche befindet sich ein romanischer Glockenturm. Die Ostseite des Platzes wird von den 2 Gebäuden des Dogenpalastes geprägt. Sie werden Magna Domus und Palazzo del Capitano genannt. Der prunkvolle Palazzo Ducale entstand zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert. Er beherbergt mehr als 50 Zimmer, verschiedene Gärten und Atrien. In dem Palast werden einige bedeutende Kunstschätze aufbewahrt. Nicht weit davon entfernt befindet sich das Schloss von Mantua. Das Castello di San Giorgio war eine Erweiterung des Dogenpalast und diente zudem als Verteidigungsburg.
Eines der ältesten Stadttore Mantuas ist das Tor von San Pietro. Durch dieses kommt man in den älteren Stadtteil, auf die Piazza Broletto. Hier befindet sich der Palazzo del Podesta, sowie der Edicola di Virgilio.
Seit je her ist die mittelalterliche Piazza delle Erbe der Marktplatz der Stadt. Hier befindet sich der Palazzo della Ragione und daneben der Torre dell'Orologio. Der Glockenturm wurde bereits im 15. Jahrhundert errichtet. Die älteste Kirche Mantuas ist Rotonda di San Lorenzo. Die Romanische Rundkirche wurde einst auf einem antiken Rundbau errichtet und hat einen Wandelgang und Galerie..
Die Renaissancekirche Sant Andrea wurde als Mausoleum der Familie Gonzaga (1472-1750) gebaut. In der Krypta befinden sich die heiligen Vasen mit der blutigen Erde des Leidensweges Jesus Christi. Der Entwurf ist das letzte Werk des hiesigen und bekannten Architekten Leon Battista Alberti.
Im Süden der Altstadt, außerhalb der dritten Mauerreihe befindet sich das mittelalterliche Vergnügungsschloss und Theater der herrschaftlichen Kreise. Der Palazzo Te wurde im 16. Jahrhundert erbaut und ist in den Saal der Giganten, den Saal der Pferde und den Saal Amor und Psyche aufgegliedert.
Musikfreunde sollten das Theater Bibiena besuchen. Hier soll sich der junge Wolfgang Amadeus Mozart bei seiner ersten Italienreise (1770) aufgehalten haben.
Für eine Rast und zum relaxen lädt in Mantua das Ufer des Mincio und der Seen ein. Mantua ist auch Ausgangspunkt von Schiffsausflügen bis hin zum Po.

Herbstliche Stimmung am Mincio in Mantua.

Andreas Hofer

Am 20. Februar 1810 wurde der Freiheitskämpfer Andreas Hofer, der Nationalheld der Tiroler erschossen. Er führte die Tiroler Truppen 1809 dreimal erfolgreich im Kampf gegen Napoleon Bonarparte. Eine 4. Schlacht am Bergisel brachte die Entscheidung zu Gunsten der Franzosen. Hofer musste flüchten und wurde verraten.
Er wurde nach Mantua gebracht und im Palazzo D'Arco vor ein Kriegsgericht gestellt. Am 20. 02. 1810 wurde er im Viertel Cittadella (Porta Giulia) erschossen. Die Tiroler Landeshymne 'Zu Mantua in Banden' erinnert an dieses historische Ereignis. Jedes Jahr wird in Mantua der Todestag mit einer Gedenkfeier, im Park Andreas Hofer an den Nationalhelden gedacht. Hofer wird als Vaterlandsheld gefeiert und wurde 1823 in der Hofkirche zu Innsbruck begraben.