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Rovereto

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Die Stadt Rovereto im Trentino.

Die Stadt Rovereto befindet sich im Zentrum des Lagarinatals, nicht weit von den Ufern der Etsch. Sie ist die zweitgrößte Stadt des Trentino. Die Ortschaft liegt in einer lieblichen Landschaft und ist geprägt vom Weinanbau. Hier werden die Trauben des legendären Weines Marzemino gentile angebaut. Die bedeutende Kunst- und Kulturstadt wird gerne auch die Stadt des Friedens oder der Eichen genannt. Liebhaber klassischer Musik finden hier jeden September ein Festival vor, das an die mehrmonatige Italienreise Mozarts und seinen Aufenthalt im Palazzo Todeschi erinnert.

Rovereto war bereits zur Zeit der Römer bereits besiedelt. Im 12 Jahrhundert baute die Familie Castelbarco auf dem Stadtgebiet eine prächtige Burg. Um dieses Castel bildete sich im laufe der Jahre der alte Stadtkern. Die Familie ließ den Ort ebenfalls mit einer schützenden Ringmauer versehen. Anfang des 15 Jahrhunderts eroberten die Venetier die Stadt, welche sie ca. ein Jahrhundert beherrschten. Sie führten Rovereto in dieser Zeit zu einer wirtschaftlichen Blütezeit, indem sie die Seidenraupenzucht und die Seidenindustrie hier ansiedelten. Diese Zeit beeinflusst bis heuted das architektonische Bild der Stadt.
1507 übernahmen die Österreicher die Herrschaft Roveretos. Wahrend der Zeit wurde die Ortschaft ein bedeutendes Kulturzentrum. Nach dem Ersten Weltkrieg am 2. Mai 1918 wurde die Stadt italienisch.
In Rovereto gibt es zahlreiche wunderschöne Sehenswürdigkeiten. Eindrucksvoll sind hier die prunkvollen Herrenhäuser an der Strasse Corso Rosmini. Diese Strasse ist eine der wichtigsten von Rovereto. Den Namen erhielt sie wegen dem Philosophen Antonio Rosmini, dessen Geburtshaus hier zu finden ist. Sie mündet auf dem gleichnamigen Platz der Piazza Rosmini. Hier befindet sichein hübscher Springbrunnen und das Gebäude Palazzo della Cassa Risparmio. Heute ist der Corso Rosmini ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche.

Stadt Rovereto

Besonders beeindruckend ist die Altstadt, die sich zwischen der Piazza Rosmini und der Burg erstreckt. Sie bezaubert ihre Besucher mit treppenreichen Gassen, historischen Bauten und idyllischen Lokalen. Bei einem Besuch der Stadt sollte man es nicht verpassen die Burg (13. Jhr. - 14. Jhr.), am rechten Ufer des Leno anzusehen. Einst wurde diese Castell nicht als Residenz der Familie Castelbarco gebaut, sondern als Festung zur Einquartierung von Kriegern. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das mittelalterliche Gebäude auch als Zufluchtsortfür Bettler, Haus für Zwangsarbeiterund als Kaserne benutzt. Nach starker Beschädigung im ersten Weltkrieg wurde sie 1920 restauriert und umgebaut. Heute beherbergt sie in historischen Räumen ein Kriegsmuseum. Es zählt zu den wichtigsten Museen dieser Art in Italien. Das Museo Storico della Guerra widmet sich in erster Linie den Befreiungskriegen im ersten Weltkrieg. In 30 Sälen sind Fotografien, Uniformen, eine reiche Bibliothek sowie Waffen aus der Zeit der Goten und der Karolinger ausgestellt.

Beeindruckender Überrest aus der Zeit der Venezier ist das Markustor. Es ist geschmückt mit einem Löwen, dem Wahrzeichen der Republik Venedig. Es befindet sich auf dem Markusplatz. Unweit davon befindet sich die Markuskirche aus dem 15. Jahrhundert. Neben kunstvollen Fresken ist die Kirche für ihre Orgel bekannt. Auf dieser soll Mozart 1769an Weihnachten gespielt haben. Das von den Venezianern gebaute Rathaus ist ein besonderes Renaissance-Gebäude. Dieses demonstriert den Reichtum, welche die Seidenraupenzucht und die Seidenindustrie in den Ort brachte. Diesen Reichtum spiegeln auch die prachtvollen Bauten auf der Piazza Erbe und der Piazza Malfatti wieder.
Sehenswert sind auch das Stadtmuseum, das Museum der Modernen Kunst Mart und die Galerie Depero. Ca. 4 km außerhalb der Stadt, auf dem Hügel von Miravalle (Colle di Miravalle) befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit. Es ist die die Gefallenenglocke. Die Glocke schlägt jeden Abend (21.30 Uhr) 100mal, um an die Gefallenen aller Kriege und aller Nationen zu gedenken. Sie ruft ruft zum Frieden unter allen Völkern auf. Die Glocke Maria Dolones ist die größte Glocke Europas. Sie hat eine Größe von 3,36 m Groesse und ein Gewicht von 226 Dz. Der Priester, Journalist und Historiker Antonio Rossaro gab die Glocke 1924 in Auftrag. Seit Mai des darauffolgenden Jahres beglückt das Meisterwerk die Menschen mit ihrem schönen Klang.